Aktuelles
10.12.2015 - Delegation der chinesischen Städteregion Jieyang besucht IAWR
Informationsaustausch für Ressourcenschutz
Unter Leitung des Oberbürgermeisters der südchinesischen Stadt Jieyang, Herrn Chen Dong, hat eine Delegation aus Vertretern von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung die IAWR bei den Wasserwerken Düsseldorf besucht. Die umfängliche Sanierung des Hauptflusses Rongjiang River, der ein Standbein für die Trinkwasserversorgung der dort entstehenden Ecocity sein wird, war bei diesem Treffen Thema, zusammen mit der Vorstellung der Philosophie und Arbeitweise der IAWR und der Sondierung gemeinsamer Interessen im Sinne eines nachhaltigen Gewässerschutzes.


Die chinesische Delegation traf sich im Wasserwerk „Am Staad“ der Stadtwerke Düsseldorf, mit Vertretern der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet (IAWR, Düsseldorf) und des Technologiezentrum Wasser (TZW, Karlsruhe). Die Gäste informierten sich über das seit mehr als 100 Jahren eingesetzte System der Uferfiltration für die Trinkwassergewinnung, über die jahrzehntelange Arbeit der Wasserversorger am Rhein für Trinkwasserqualität und über wissenschaftlich-technische Fragestellungen und Forschungsaktivitäten rund um das Thema Wasserqualität.

Die chinesischen Gäste wurden von Dr. Andreas Cerbe (Präsident IAWR), Ina Brüning (Geschäftsführerin IAWR), Dr. Josef Klinger (Geschäftsführer TZW), Christoph Wagner (Leiter Wasserwerke Düsseldorf) und Prof. Dr. Hans-Peter Rohns (Leiter Qualitätssicherung Wasserwerke Düsseldorf) empfangen.

Die beiden Delegationsleiter, Herr Chen Dong und Herr Dr. Andreas Cerbe, unterschrieben ein ‚Memorandum of Understanding‘ in dem sie ihr gemeinsames Interesse an einem ergebnisorientierten thematischem Austausch zur Projektskizze „Jieyang 2020 – Saubere Flüsse - Dein Lebensraum“ zur Frage der nachhaltigen Säuberung der Flüsse in der Städteregion Jieyang ausdrücken.

Die Region Jieyang ist eine Metropole im Südwesten Chinas, rund eine Flugstunde von Hongkong entfernt. Sie umfasst eine Fläche von circa 5.200 km² und hat etwa 5,8 Millionen Einwohner. Im Norden der Stadt entsteht zur Zeit der Industriepark Metal Eco City, der deutschen mittelständischen Unternehmen den Einstieg in den chinesischen Markt eröffnen soll. Der Industriepark ist ein Pilotprojekt für moderne Urbanisierung mit einer innovativen Integration von Arbeits- und Lebenswelt und wurde von der chinesischen und deutschen Regierung gemeinsam gestartet.

(Düsseldorf, 10.12.2015)
20.08.2015 - Dr. Marcel Meggeneder als neuer AWBR Präsident designiert
Die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein hat am 26. Juni 2015 in St. Gallen Dr. Marcel Meggeneder zu ihrem neuen Präsident gewählt.

Meggeneder ist seit 2012 technischer Geschäftsführer der Bodensee-Wasserversorgung in Stuttgart und wird das Amt für drei Jahre am 01.01.2016 von Dr. Kurt Rüegg, ewl Luzern, übernehmen. Die Geschäftsstelle wird mit der Amtsübernahme ebenfalls nach Stuttgart verlegt.

„Der Einsatz für den Schutz der Gewässer, die zur Trinkwasserversorgung der Bevölkerung dienen ist die vordringliche Aufgabe der AWBR. Sie hat in Fragen des Gewässerschutzes mehrfach ihre Schlagkraft bewiesen, diese Stärke möchten wir beibehalten und ausbauen“, freut sich Meggeneder auf seine zukünftige Amtsperiode. „Die Gemeinschaft von 72 Wasserversorgern ist eine ideale Plattform, um mögliche Beeinträchtigungen der Wasserqualität früh zu erkennen und gemeinsam wissenschaftliche, praktische und politische Strategien zum nachhaltigen Schutz unserer Gewässer zu entwickeln.“

Als technischer Geschäftsführer der Bodensee-Wasserversorgung, Stuttgart, ein Zweckverband, der über seine 181 Mitglieder etwa 4 Millionen Menschen in Baden-Württemberg seit über 50 Jahren mit Trinkwasser aus dem Bodensee versorgt sieht sich Meggeneder in einer hohen Verantwortung, die er als Präsident der AWBR noch zielgerichteter wahrnehmen kann.
29.06.2015 - IKSR: Rheinatlas 2015 veröffentlicht
Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) hat den Rheinatlas 2015 (Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten der Internationalen Flussgebietseinheit Rhein) veröffentlicht.
Der Rheinatlas lokalisiert die Gefahrenart und den Gefährdungsgrad von Hochwassergefahren und -risiken nach Hochwasserrisikomanagementrichtlinie (HWRM-RL) für den Hauptstrom und unterstützt die Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen in hochwassergefährdeten Regionen.
Mehr Informationen finden sie auf der Website der IKSR.

08.06.2015 - IAWR wählt Dr. Andreas Cerbe als Präsidenten
Die Internationale Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet (IAWR) hat einen neuen Präsidenten. Dr. Andreas Cerbe, Vorstand für Netze und Wasserwirtschaft bei der RheinEnergie AG mit Sitz in Köln, übernimmt das Amt von Martien den Blanken, CEO bei PWN, Wasserwerksvereinigung Nord-Holland. Er wurde am 2. Juni 2015 in Köln gewählt. Dr. Andreas Cerbe ist 56 Jahre alt und seit 2011 bei der RheinEnergie im Vorstand. Nach Studium der Versorgungstechnik sowie Maschinenbau und Energietechnik inklusive Promotion durchlief er verschiedene Stationen bei Unternehmen wie SAG, HEW, Wemag und Vattenfall. In Köln ist er verantwortlich für die Ressorts Netzbetrieb, Wasserwirtschaft und Regulierungsfragen. Mit der Wahl von Dr. Cerbe wird die RheinEnergie AG in Köln weiterhin als wichtiger Baustein des internationalen Gewässerschutzes innerhalb der IAWR und anderen nationalen und internationalen Verbänden fungieren.

„Ich freue mich auf diese neue Aufgabe, denn die IAWR leistet eher im Stillen eine wertvolle grenzüberschreitende Arbeit insbesondere auf wissenschaftlichem Gebiet für ihre Mitgliedsverbände“, so Dr. Andreas Cerbe nach seiner Wahl. „Sie setzt vor allem auf naturnahe Verfahren der Wasseraufbereitung und sie hat in den über 40 Jahren ihrer Geschichte vor allem viel an Forschungs- und Aufklärungsarbeit geleistet. Dies gilt es klug fortzuführen.“

Hier steht die vollständige Pressemeldung zum Download bereit.
09.10.2013 - IAWR-Workshop am 9./10. Oktober 2013 im TZW Karlsruhe
„Monitoring von Rohwasserressourcen in europäischen Flusseinzugsgebieten - Anforderungen, Möglichkeiten und Grenzen“

Zum IAWR-Monitoring-Workshop lud das TZW die Mitglieder der neugegründeten IAWR-Arbeitsgruppe Qualität, in der Kolleginnen und Kollegen aus den bisherigen Arbeitsgruppen Analytik und Biologie vertreten sind, nach Karlsruhe ein. Als Gäste aus weiteren Flusseinzugsgebieten nahmen Dipl.-Ing. Harry Römgens von der RIWA-Maas sowie Dipl. Ing. Matthias Krüger von der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Elbe (AWE) teil. Ziel dieses Workshops war der technisch-wissenschaftlicher Erfahrungsaustausch zu Aspekten des Monitoring der Wasserversorger in größeren Flusseinzugsgebieten, zumal in Kürze das europäische Fließgewässer-Memorandum der Arbeitsgemeinschaften an Rhein, Donau, Elbe, Maas und Ruhr veröffentlicht wird.
Am ersten Tag des Workshops wurden die derzeit laufenden Monitoringprogramme der Wasserversorger in den Flusseinzugsgebieten von Donau, Elbe, Maas und Rhein für chemische und mikrobiologische Parameter vorgestellt und diskutiert. Grundlage der Untersuchungen sind in allen Fällen physikalisch-chemische und mikrobiologische Parameter, die gemäß EU-Trinkwasserrichtlinie bzw. Trinkwasserverordnung in Roh- und Trinkwasser zu untersuchen sind. In den letzten Jahren konzentrierten sich die spezifischen Monitoringprogramme auf organische Spurenstoffe (flussgebietsspezifische und sogenannte trinkwasserrelevante Einzelstoffe), die für die Wasserversorgungsunternehmen von Bedeutung sind.
Der zweite Tag des Workshops bot ausreichend Möglichkeit, neuere Entwicklungen der Analysentechniken von mikrobiologischen, toxikologischen und chemisch-analytischen Verfahren zu diskutieren, um sie für zukünftige Untersuchungen und Anwendungen vorzusehen. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass insbesondere im Bereich der toxikologischen Untersuchungen zukünftig eine bessere Vernetzung von unterschiedlichsten Analysentechniken erforderlich ist.
Das durchweg positive Echo aus den Reihen der Teilnehmer ist ein guter Start für die zukünftig gemeinsamen Aktivitäten von Mikrobiologen und Chemikern in der IAWR- Arbeitsgruppe Qualität.
12.09.2013 - Rhein gewinnt European Riverprize
Die IAWR gratuliert der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) zur Auszeichnung mit dem ersten Europäischen Riverprize. Die IKSR hat sich aufgrund ihrer herausragenden Arbeit für ein nachhaltiges und integratives Flussmanagement gegen drei Mitbewerber durchgesetzt. Der Preis wurde am 12. September in Wien verliehen.
Die IAWR freut sich auf die weitere Zusammenarbeit, bedankt sich für die von der IKSR geleistete Arbeit und wünscht weiterhin viel Erfolg.
25.03.2010 - Leitsätze der IAWR
Im PR-Ausschuss der IAWR wurden zehn Thesen zum Selbstverständnis der IAWR und für deren Auftreten in der Öffentlichkeit erarbeitet. Mittlerweile wurden diese als Leitsätze vom Vorstand der IAWR verabschiedet und bilden nunmehr die Grundlage auch für die Öffentlichkeitsarbeit der drei Basisverbänder AWBR, ARW und RIWA im gesamten Rheineinzugsgebiet.
Vorrangig geht es den Arbeitsgemeinschaften der Wasserwerke am Rhein darum, den Anspruch auf ein zur Trinkwassergewinnung mit natürlichen Verfahren geeignetes Rohwasser sowie dessen nachhaltigen Schutz und das Vorsorge- und Verursacherprinzip darzulegen.
Die zehn Leitsätze können Sie hier oder im Bereich Memoranden unter dem Menüpunkt Publikationen einsehen.