Der Rhein
Länge des Flusslaufs 1 320 km     
Größe des Einzugsgebietes 185 000 km²
Einwohner im Einzugsgebiet knapp 50 Millionen
Trinkwasser aus dem Rhein
Direkt oder indirekt aus dem Rhein rund 30 Millionen Menschen.
 
Staaten des Einzugsgebietes
Deutschland ca. 100 000 km²
Schweiz, Frankreich, Niederlande Jeweils ca. 20 000 bis 30 000 km²
Österreich und Luxemburg Jeweils ca. 2 500 km²
Italien, Liechtenstein, Belgien Jeweils ein geringer Anteil
 
Quellflüsse
Vorder- und Hinterrhein Schweiz
 
Sechs Teilstrecken  
Alpenrhein Vom Zusammenfluss der Quellflüsse
bei Reichenau (Schweiz bis zum Bodensee)
Hochrhein Ausfluss Untersee bis Basel
Oberrhein Basel bis Bingen
Mittelrhein Bingen bis Köln
Niederrhein Köln bis Lobith
Rheindelta Lobith bis in die Nordsee
 
Bedeutende Nebenflüsse
Aare Schweiz
Neckar Deutschland
Main Deutschland
Nahe Deutschland
Mosel Deutschland
Ruhr Deutschland
Lippe Deutschland

Der Rhein hat in den zurückliegenden Jahrhunderten einen tief greifenden strukturellen und funktionellen Wandel durchlaufen. Sein Ausbau zur verkehrsreichsten und wichtigsten europäischen Binnenwasserstrasse seit etwa 130 Jahren und der fast gleichzeitige Beginn der Nutzung als industrieller Vorfluter ließen den Strom zunehmend ökologisch veröden.

Aufgrund weit reichender Maßnahmen ist der Rhein heute wieder in einem guten Zustand. Die Vision eines Flusses, der alle ihm zugeordneten Nutzungen dauerhaft trägt, ist in greifbare Nähe gerückt.

  • der Rhein ist eine unverzichtbare und unersetzliche Trinkwasserressource.
  • er bleibt als Binnenwasserstrasse zur Bewältigung der stetig anwachsenden Gütertransporte unentbehrlich;
  • er ist Freizeitressource für die Bewohner der rheinnahen Ballungsräume;
  • der Rhein ist Vorfluter für Abwasser aus Kommunen und Industrie;
  • er ermöglicht die Erzeugung elektrischer Energie aus Wasserkraft;

Um all diesen Nutzungen gerecht zu werden, ist ein intaktes Ökosystem Voraussetzung. In den letzten Jahren flossen weitere Aspekte in die Betrachtung des Rheins:

Im Rhein sollen wieder mehr Fische heimisch werden. Das bedingt nicht nur eine gute Wasserqualität, sondern auch den Abbau von Hindernissen an Schleusen oder Wehren, um den Fischen Wandermöglichkeiten zu eröffnen.

Der Schutz vor drohendem Hochwasser gewinnt am dicht besiedelten Rheinufer an Bedeutung. Der Schutz von Menschenleben und materiellen Werten soll verbessert werden, gleichzeitig werden Veränderungen im Flusslauf durch bauliche Eingriffe und klimatischen Veränderungen Rechnung getragen.